GESETZESLAGE


Mit der Novellierung der Trinkwasserverordnung vom 01.11.2011 sind neben den gewerblich-öffentlichen Anlagen wie zum Beispiel Hotels, Schulen, Kindergärten, Vereine, Clubs die einer jährlichen Überprüfung nachkommen müssen auch sogenannte nicht öffentlich gewerblichen Anlagen verpflichtet mindestens alle 3 Jahre einer Überprüfung nachzukommen.
 
Nicht öffentlich gewerbliche Anlagen sind Wohnanlagen, die Speicher-Trinkwassererwärmer und zentrale Durchfluss-Trinkwassererwärmer mit mehr als 400 Litern Speichervolumen und/oder mehr als drei Litern Wasser in jeder Rohrleitung zwischen dem Abgang des Trinkwassererwärmers und der am weitesten entfernten Entnahmestelle.“ Betroffen sind somit praktisch alle Mehrfamilienhäuser mit zentraler Trinkwassererwärmung, ausgenommen Ein- und Zweifamilienhäuser.
 
Wohneigentümergemeinschaften sind von der Trinkwasserverordnung betroffen, wenn mindestens eine Wohnung vermietet  und somit gewerblich genutzt - wird. Da die Trinkwasseranlage zum gemeinschaftlichen Eigentum gehört, haftet die gesamte WEG dafür, dass die Vorgaben der Trinkwasserverordnung erfüllt werden.

Die Kosten der Legionellenprüfung können als Betriebskosten umgelegt werden. Die erste Legionellenprüfung muss bis zum 31.12.2013 abgeschlossen sein. Beim Verstoß gegen die Trinkwasserverordnung können Anlagenbetreiber mit einer Geldbuße bis 25.000 Euro belangt werden. Sollten Menschen zu Schaden kommen, ist zudem mit Haftungsansprüchen (Schmerzensgeld) zu rechnen.

Hier finden Sie den kompletten Gesetzestext im PDF-Format:

- Trinkwasserverordnung vom 01.11.2011

- Neufassung der Trinkwasserverordnung vom 02.08.2013

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